Über 200 Jahre Gymnastik, Turnen & Sport

TV Kirchheimbolanden
Mitglieder des TV Kirchheimbolanden im Jahr 1872.

 

Der pfälzische Sport und seine Sportler sind berühmt. Wer kennt nicht den Kran von Schifferstadt, Wilfried Dietrich, die Walz aus der Pfalz, Hans-Peter Briegel oder den Bären aus Neustadt, Gregor Braun? Wer weiß nicht, was ein Fußballer meint, wenn er sagt: Heute ist Fritz-Walter-Wetter? Für alle Namensfindungen sind Sportler verantwortlich, die eins gemeinsam haben: Sie stammen aus pfälzischen Vereinen und haben Sportgeschichte geschrieben. Jedoch reicht die Sportgeschichte der Pfalz viel weiter zurück. Wir blicken heute auf eine über 200 Jahre dauernde, kontinuierliche Turn- und Sportentwicklung.

Diese Geschichte darzustellen, Vergessenes aufzuarbeiten, Dokumente und Sportgeräte zu bewahren, dies hat sich der Sportbund Pfalz zur Aufgabe gemacht. Und diese geschieht insbesondere mit Hilfe eines Sportarchivs, durch den Verein „Pfälzische Sportgeschichte e.V.“ und durch das Pfälzische Sportmuseum im Deutschen Schuhmuseum Hauenstein.

Büste Turnvater Jahn, 1912 (VT Böhl)
Turnvater Jahn, 1912 (VT Böhl)

Pfälzisches Sportmuseum in Hauenstein

Seit dem 24. Juni 2011 präsentiert der Sportbund Pfalz über 200 Jahre pfälzische Sportgeschichte in musealer Form unter dem Dach des Deutschen Schuhmuseums Hauenstein. Auf 250 Quadratmetern erfährt der Besucher vieles über die Anfänge des Turnens in der Pfalz, über die Gründung der Turn- und Sportvereine, über das Rhönrad, das eigentlich Pfalzrad heißen müsste, weil es ein Pfälzer in der Pfalz erfunden und entwickelt hat, über den Sport im Nationalsozialismus, über die legendäre Siegfriedstaffel aus Ludwigshafen oder darüber, warum das Südweststadion in Ludwigshafen symbolisch für den Wiederaufbau des Sports nach dem 2. Weltkrieg steht. Es sind Geschichten und es ist Geschichte, die das Sportmuseum erzählt und vermittelt, Geschichten, die nur der Sport so schreiben kann...